Lilo Herrmann

Am 20 Juni 1938 wurde die Kommunistin und antifaschistische Widerstandskämpferin Liselotte (Lilo) Herrmann von den Mordschergen der Nazis mit dem Fallbeil hingerichtet, im Alter von noch nicht einmal 29 Jahren. Sie wurde ermordet, obwohl sie ihren kleinen Sohn Walter zurücklassen musste. Er wurde von Lilos Eltern großgezogen.

Lilo Herrmann hatte der Nazibarbarei vom ersten Tag an Widerstand geleistet. Auch Fritz Rau, der Vater ihres Kindes war im Widerstand gewesen und wurde am 20. Dezember 1933 von Nazischergen im Gefängnis Berlin Moabit bestialisch totgeschlagen. Lilo Herrmann weiterlesen

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Walter Barthel: Erinnerungen an Buchenwald 1945

Sascha's Welt

BildBarthelDie Dritte amerikanische Armee stand am 5. April 1945 in Gotha, 40 Kilometer von dem faschistischen Konzentrationslager Buchenwald entfernt. Innerhalb von 12 Tagen legte sie 250 Kilometer in östlicher Richtung zurück. Ihr Kommandant, General Patton, nannte den Vormarsch seiner Armee einen Spaziergang. Die Rote Armee kämpfte in diesen Tagen gegen heftigen Widerstand der Wehrmacht und der SS auf der Linie Stettin-Küstrin-Frankfurt (Oder)-Görlitz. 60 Kilometer trennten sie von Berlin, aber weit mehr von Buchenwald.

Das illegale Internationale Lagerkomitee (ILK), dem 11 der großen nationalen Gruppen im Lager unter Führung der Kommunisten angeschlossen waren, durfte annehmen, daß innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage USA-Truppen vor dem Tor des KZ Buchenwald stehen würden. Sie täuschten sich. In Gotha blieben die USA-Kampfverbände stehen. Der gut funktionierende Nachrichtendienst des ILK, das Abhören der Radio-Nachrichten Tag und Nacht meldete keine Kampfhandlungen im Raume Gotha.

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